Wer gewinnt das nächste Jahrzehnt der Automobilindustrie?
130 Jahre Wettbewerb über Motorentechnologie, Markenprestige und Fertigungseffizienz. Und plötzlich gelten andere Regeln.
Elektrifizierung, Software-defined Vehicles, chinesische Newcomer, geopolitische Fragmentierung – das Spielfeld der Automobilindustrie wurde neu gezeichnet. Schneller als die meisten Unternehmen reagieren konnten.
Genau das war der Ausgangspunkt des diesjährigen Kurses Competitive Dynamics & Business Wargaming an der Universität St. Gallen.
EDrei Tage. Fünf Teams – VW, Tesla, BYD, NIO, Toyota. Zwei radikale Szenarien über die Zukunft einer ganzen Industrie.
An Tag 1 entwickelten die Teams aus 15 Szenarien – durch intensiven KI-Einsatz – zwei fundamentale Narrative: eine Welt der geopolitischen Fragmentierung und eine Welt, in der Software das Produkt ist und das Auto nur noch der Container. Eine Tiefe und Geschwindigkeit, die ohne KI als strategischem Denkpartner schlicht nicht erreichbar wäre.
An Tag 2 und 3 folgte das eigentliche Spiel: Moves, Countermoves, Strategiewechsel unter Druck. Teams, die ihre Strategie über drei Zeithorizonte entwickelten und sie sofort gegen die Gegenzüge der Konkurrenz verteidigen mussten.
Die zentrale Erkenntnis nach 72 Stunden:
Strategie war immer die Kunst, die Zukunft zu gestalten, bevor andere sie verstehen. KI gibt uns zum ersten Mal das Werkzeug, Zukünfte simulieren, bevor sie eintreten.
Dieser Kurs ist Teil meiner Lehrtätigkeit an der Universität St. Gallen. Interesse an einem Workshop zum Strategic Foresight & Business Wargaming: hallo@mxmlab.ch
Quelle: Original auf erwinhettich.com
